Nr 10: „Die Kunst, echt zu bleiben“
- madrario
- 20. Nov.
- 2 Min. Lesezeit
Wer hätte es gedacht? Da ist er, der nächste Essay!
Und wenn du dir jetzt denkst: herrje, jetzt biegt der lästige Adrario wieder mit Sozialkritik um die Ecke. Keine Sorge! Heute einmal nicht. Ich versprech’s!

Um die Ecke biegen ist ja eh schon ein gutes Stichwort. Kennst du den Film Notting Hill mit Hugh Grant? Da biegt er mit einem Orangensaft in der Hand um die Ecke und schüttet ihn der wundervollen Julia Roberts über den Pullover. Also unabsichtlich natürlich. Naja, so schaut’s zumindest im Film aus.
Auf jeden Fall ist der Orangensaft am Pullover von Julia der Beginn einer im Film inszenierten und trotzdem erstaunlich wunderbaren emotionalen Berg- und Talfahrt eines Schauspielstars mit einem erfolglosen Buchhändler.
Hugh Grant und wir.
Keine Ahnung, weshalb mir die Szene aus dem Film gerade einfällt, aber irgendwie ist sie sinnbildlich für die schönen Zufälle und wie das Leben ganz im Allgemeinen so spielt.
Und wer von uns alten Hugh Grant-Fans ist nicht fest der Meinung, dass seine Filme nicht eigentlich alle direkt aus unserem eigenen Leben gegriffen sind?
Der Espresso Bund
Aber ich drifte vom eigentlichen Thema ab.
Also: eigentlich wollte ich ja davon erzählen, dass ich gestern in der Wiener Innenstadt in eine Gasse eingebogen bin (da ist sie wieder, die Ecke) und einen wundervollen Kollegen getroffen hab. Wahrscheinlich ist Kollege untertrieben: eigentlich Freund, Sparring-Partner, Ideenlieferant und Espresso-Trinker.
Und das Schöne daran ist, dass, obwohl wir beide mitten im Arbeitstag waren, wir uns Zeit für einen gemeinsamen Espresso genommen haben.
è difficile essere semplici
Denn darum geht’s: um ein freundschaftliches Miteinander. Auch dann, wenn der Typ, der da um die Ecke biegt, der Agenturchef eines Mitbewerbers ist. Weshalb sich nicht einfach austauschen, Ideen challengen und Kampagnen agenturübergreifend bespielen.
In einem der letzten Essays hab ich über die Hetz bei der Arbeit geschrieben. Genau die entsteht dabei, wenn man mit einer fröhlichen Entspanntheit an die Sache herangeht.
Das Blöde ist nur, dass uns im Alltag die Lockerheit abhanden gekommen ist. Oder wie die Italiener unter uns sagen würden: „è difficile essere semplici“.
Also: geh‘ mit deinem Mitbewerber auf einen Espresso und redet‘s darüber, wie ihr gemeinsam etwas bewegen könnt. Dann wird nämlich der Mitbewerber zum Mitmenschen. Und dann klappt’s auch mit der Freude im Hamsterrad 😉
Herzlichst, Dein Markus Adrario
Foto: è difficile essere semplici
Triest
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