🤔 Nr 9: „Liegt Ghosting wirklich noch im Trend?“
- madrario
- 26. Okt.
- 2 Min. Lesezeit
„In Wien kennt man sich vom Wegschauen.“
So heißt es. Aber zeugt das wirklich von Zeitgeist, respektvollem Miteinander und gutem Anstand?

Kennst du das? Man führt ein Gespräch, hat das Gefühl, dass das Gegenüber begeistert davon ist, vereinbart eine weitere Zusammenarbeit und einen Termin und plötzlich: nichts! Keine Rückmeldung, keine Antwort. Man versucht es nochmals, greift zum Telefon. Stille.
Es entsteht Unsicherheit: hat man etwa einen Fauxpas begangen? Man versucht es abermals. Aber wieder: keine Rückmeldung.
Stille. Nichts als Stille.
Die Folge ist, dass man in die ungute Lage eines Bittstellers gerät. Eine Rolle, in die niemand geraten will. Aber wie geht man damit um? Einerseits muss man sich um neue Kunden und Kontakte kümmern, andererseits seine eigene Positionierung hochhalten.
Augenhöhe ist das Gebot der Stunde. Die Zeit, in der Agenturen und Mitarbeiter als Untergebene, als auswechselbare Nummern in einem schier unendlich großem Pool von Möglichkeiten, gesehen wurden, ist lange vorbei. Langfristige Partner, die tief in die Unternehmensphilosophie eingebunden sind und respektvoll behandelt werden, sichern modernen Unternehmen die nötige Ruhe, die für Prosperität Voraussetzung ist.
Liegt Ghosting wirklich im Trend?
Es scheint als gäbe es sowohl im Privaten als auch im Geschäftsleben ein Revival des Ghostings. Scharfe Zungen behaupten, diese Eigenschaft spreche man eher unsicheren Menschen zu. Und die Vermutung liegt nahe, dass unsere Gesellschaft immer „insecurer“ wird und der Anstand vom Egoismus verdrängt wird.
Hoffen wir doch, dass dieses Phänomen demnächst wieder verschwindet, zeugt es doch von wenig Wertschätzung und Respekt dem vis-à-vis gegenüber.
Die Knigge Popp
Meine großartige Kollegin Dani Popp, ihres Zeichens nicht nur PR und Kommunikationsexpertin, sondern auch Vorstandsvorsitzende der österreichischen Knigge Gesellschaft, hat letztens so schön geschrieben: „Die Art und Weise wie Dich jemand behandelt, sagt mehr über denjenigen aus, als über Dich“.
Ich hab ihr dann meine Geschichte über den ghostenden Doch-Nicht-Kunden erzählt. Ihre Meinung dazu hat meine Sichtweise geändert. Sie meinte, dass „einen schwierigen Kunden aufgrund des Mangels an Wertschätzung & gutem Umgang nichtmehr weiterzuservicieren nicht von übertriebenem Ego zeugt, sondern von klarer Haltung und eigenen Werten die Bestand haben.“
Ich seh´ mich selber im Spiegel und sehe…
Wie siehst du das und wie geht’s dir damit? Können sich deine Geschäftspartnerinnen und Kolleginnen in den Spiegel schauen? Bist du selber betroffen? Und siehst du Potenzial darin, in deinem Unternehmen etwas zum Guten zu verändern, damit sich alle deine Mitarbeiterinnen jeden Morgen in den Spiegel schauen können?
Falls dem so ist, kann ich nur eines der tollen Seminare von Dani Popp empfehlen! Hier findest du alle Infos dazu.
Ich bin schon auf dein Feedback gespannt! 😉
Herzlichst, Dein Markus Adrario
Foto: Cin Gin
Anton Meyer in Wien
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